Berlin TRIFFT Argentinien

Die Kammersymphonie Berlin veranstaltet 2019 die Konzertreihe „Berlin TRIFFT“, zu der internationale Künstler aus vier außereuropäischen Regionen eingeladen sind: Argentinien, Syrien, Korea und Anatolien. Im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin treffen an vier Konzertabenden ungewöhnliche Verbindungen der musikalischen Sprache über Kontinente hinweg aufeinander. Das zweite Konzert widmet sich Argentinien. Sie erhalten einen Rabatt in Höhe von 25 %!t

© Kammersymphonie Berlin Oliver Potratz


DatumUhrzeitreg. Preise / hier
01.04.1920,00 Moreg. 35,00 / 25,00 / 15,00 €
hier ab 11,25

Die Eintrittskarten können Sie nur telefonisch unter unserer Ticket-Hotline bestellen:

030-479974-44

Programm

Im Format von Gesprächskonzerten werden – mit Moderation des künstlerischen Leiters und Dirigenten Jürgen Bruns – in Interviews Musiker und Komponisten vorgestellt, deren Lebenswege mit den Auswirkungen der Geschichte des letzten Jahrhunderts, deren politischen Entwicklungen oder Folgen von Emigration verbunden sind – ein kreativer Versuch, über Musik Zeitgeschichte zu dokumentieren und zu Denkanstößen und Perspektivwechsel anzuregen.

Alle Komponisten dieses Konzerts verbindet das Schicksal um den Verlust der künstlerischen Freiheit in politischen Systemen. Parallelen der deutschen und argentinischen Geschichte zeigen sich durch zeitliche Verknüpfung über fast ein Jahrhundert, in denen Künstler vor der persönlichen Entscheidung standen, ihre kulturelle Heimat zu verlassen. In den 30er Jahren, einer Zeit, in der Franz Schreker alle Ämter in Deutschland verlor und seine Musik von den Nazis als „entartete Musik“ katalogisiert wurde, begann Alberto Ginastera gerade kompositorisch in Argentinien erfolgreich zu werden, nur um Jahrzehnte später ein ähnliches Los im eigenen Land zu erfahren. In den 70er Jahren wurden seine Werke nicht mehr gespielt, er war eine geächtete Person und emigrierte nach Europa.

Auch Pavel Haas wurde 1939 mit einem Aufführungsverbot belegt und 1944 in Auschwitz ermordet. Der nur ein Jahr später in Argentinien geborene Komponist und Pianist Gustavo Beytelman ist einer der wenigen Zeitzeugen, der zur gleichen Zeit wie Ginastera Argentinien verließ und noch heute in Paris lebt. Durch seine persönliche Mitwirkung in Konzert und Moderation können die bis heute aktuellen Auswirkungen auf seine künstlerische Entwicklung geschildert werden. Seine Kompositionen blieben immer eng der argentinischen Musik – insbesondere dem Tango – verbunden. Und obwohl er heute wieder Verbindungen nach Argentinien pflegt, sind die Gründe für seine Auswanderung kein öffentliches politisches Thema.

Vereint in diesem Konzert, werden die Sehnsucht der Komponisten zu ihrer Heimat und die schöpferisch neu entwickelte Identität aus den Traditionen ihres Kulturkreises hörbar.


Veranstaltungsort
Kammermusiksaal Philharmonie

Die sechseckige Form des Kammermusiksaals war schon in der Skizze Scharouns vorgegeben. Wisniewski übernahm sie in seinen Planungen. Für die Akustik stand dem Architekten wieder Lothar Cremer beratend zur Seite. Die Anordnung und Gliederung der Zuschauerebenen ist maßgeblich von seinen Überlegungen mitbestimmt. Mit der hervorragenden Akustik und den ca. 1.200 Plätzen ist der Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie heute für viele der schönste Konzertsaal Berlins.

Adresse

Kammermusiksaal Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin

Anreise
  • U-Bahn: Linie U2 Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • Bus: Linien 200 (Philharmonie), M48 (Kulturforum); weitere Buslinien: M29 (Potsdamer Brücke), M41 (Potsdamer Platz)
  • Parkhaus, auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.
  • Behindertengerecht
Webseite

https://kammersymphonie.de

Galerie

© Kammersymphonie Berlin Oliver Potratz